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08.07.2015
Patrick Bitzinger wird beim SOCIALMAN Triathlon mit seinem Pilotfahrer Wolfgang Tenor Zweiter in der Staffel

Fünf Kilometer Schwimmen, 185 Kilometer Radfahren und 25 Kilometer Berglauf. Das ist der „Social Man“, einer der härtesten Triathlons der Welt. Die Strecke verläuft durch drei österreichische Bundesländer und erstreckt sich über 4900 Höhenmeter.  Das Teilnehmerfeld setzt sich aus Behinderten-, Leistungs- sowie Hobbysportlern zusammen. Unter ihnen auch Patrick Bitzinger.

Er kann sich dabei in der Staffelwertung, gemeinsam mit Josef Köberl einem Extremschwimmer der Ende August noch den Ärmelkanal durchqueren möchte und Christoph Sieberer der bereits den Großglockner gelaufen ist, den ausgezeichneten zweiten Platz sichern. Sein Tandemfahrer war, wie bei allen internationalen Rennen in dieser Saison, Wolfgang Tenor: „Das war mir ein großes Anliegen, da mir der „Social Man“  wichtig ist und ich dort eine gute Figur machen wollte.“ Für eine gute Betreuung sorgen dabei Wolfgangs Frau und Tochter.

Nachdem zuerst Josef Köberl die Schwimmdistanz am Grundlsee in einer Stunde und 32 Minuten absolvieren kann, geht Patrick um kurz nach sieben Uhr morgens als 13. Fahrer ins Rennen. Für Patrick ein besonderer Ansporn: „Das wir nicht ganz vorne weggefahren sind, sah ich nicht als Nachteil, da dadurch die Motivation, die vor uns gestarteten einzuholen sehr groß war.“ Nach einem guten Start stellt die Postalm die erste große Hürde dar. Die steile Strecke setzt Patrick, in Kombination mit der drückenden Hitze, merklich zu. Die darauffolgende Abfahrt sorgt zwar wieder für etwas Erholung, doch die Strecke kennt keine Gnade.

Als nächste Hürde wartet nun der Dientner Sattel. Bereits mitten im Anstieg bekommt Bitzinger erneut Probleme mit seinem Kreislauf. Zuerst gelingt es ihm zwar diesen noch einmal kurzeitig in Schwung zu bringen. Doch die Steigung nimmt auch auf den nächsten hundert Metern nicht ab. In Absprache mit Wolfgang beschließt Patrick das Rennen vorzeitig zu beenden. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die beiden in fünf Stunden bereits 150 Kilometer und 2000 Höhenmeter absolviert. Die restlichen 37 Kilometer absolviert Wolfgang alleine. Er kann sogar noch einen Fahrer überholen und erreicht als zweiter die Wechselzone. Christoph Sieberer kann diesen zweiten Platz beim Berglauf erfolgreich verteidigen. Somit fällt auch Patricks Resümee positiv aus: „Es war ein super Training mit vielen Höhenmetern.“

Fundraising Event mit vollem Einsatz für den Behindertensport
Der „Social Man“ wurde von dem gemeinnützigen Verein „Social Friends“ ins Leben gerufen und gilt als einer der aussagekräftigsten Events in der Behindertensport-Branche. Die Einnahmen aus dem Jahr 2015 werden zur Erstellung eines Medien-Komplettpakets für die junge Skifahrerin Vroni Aigner verwendet. Das Interesse an dem guten Zweck vereinte dieses Jahr TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Polen und Russland.


Benjamin Wangel



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