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04.08.2015
Weltcup in Elzach und WM in Nottwill

Vergangene Woche galt es für Patrick Bitzinger gleich zwei Wettkämpfe zu absolvieren. Zuerst stand von 24.-26.07. ein Weltcup-Rennen in Elzach am Programm, bevor es von 28.07-02.08 zur Weltmeisterschaft in Nottwil in die Schweiz ging. Im WM-Rennen konnte er trotz der starken internationalen Konkurrenz den guten 14. Platz holen. Im Weltcup wurden mit dem 11. Platz die Punkteränge hauchdünn verfehlt.

Das Weltcup-Rennen in Deutschland setzt sich aus einem Bergzeitfahren mit 18 Kilometern und 450 Höhenmetern sowie einem Stadtrundkurs, bei dem 4,5 Kilometer 15-mal zu absolvieren waren, zusammen. Im Zeitfahren konnte der gute 15. Platz geholt werden. Patrick analysiert jedoch nüchtern: „Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass wir einfach im Zeitfahren keine Chance haben, die internationale Konkurrenz hat einfach Weltklasse Zeitfahrtandems, das ist gut ersichtlich, weil die meiste Zeit haben wir im flacheren Teil verloren, wo eben die Aerodynamik eine wesentliche Rolle spielt.“

Der Straßenkurs ist mehr nach Patricks Geschmack. Als große Herausforderung gilt es insgesamt 16 Kurven mit jeweils 90 Grad zu absolvieren, also 16-mal von neuem zu beschleunigen. Von Anfang an wird stark attackiert sodass Patrick zuerst zwei Plätze abgeben muss, jedoch kann er mit Fortdauer des Rennens wieder zulegen und gemeinsam mit einer Gruppe aus fünf Tandems geht es in den letzten beiden Runden um die Plätze 6-13.  Patrick kann das Tempo nicht hundertprozentig halten und wird insgesamt 11.

In den Tagen bis zur WM wurde dann ausgiebig regeneriert, bevor es am 30.07 mit dem Zeitfahren weiterging.  Dabei handelte es sich um einen eher untypischen Kurs mit zwei Runden zu je 15,5 Kilometern und insgesamt 550 Höhenmetern. Durch die bereits beim ersten Rennen angesprochene Problematik war die Erwartung nicht sehr hoch. Im Endeffekt reicht es für Platz 14 mit 3 Minuten Rückstand auf Bronze.

Auch das Straßenrennen fand auf einem sehr anspruchsvollen Kurs statt. 108 Kilometer und insgesamt 2000 Höhenmeter. Anscheinend hatten einige Teams Respekt vor diesen Zahlen, den am Anfang wurde ein eher moderates Tempo gefahren. Doch ab dem ersten steileren Berg wurde dann so richtig attackiert. Doch Patrick blieb ruhig und versuchte seinen Rhythmus aufrecht zu erhalten. Mit diesem Konzept konnten auch einige Plätze gut gemacht werden, bevor zwei Runden vor Schluss ihre Schaltung versagt und sie das Rennen mit nur einem Gang zu Ende fahren müssen. Ohne dieses technische  Gebrächen wäre realistischer Weise der 10.Platz in Reichweite gewesen. So mussten sich Patrick und sein Pilotfahrer Wolfgang Tenor mit dem 14. Platz begnügen. Dennoch fällt das Resümee positiv aus: „Trotz allem bin ich mit meiner ersten WM-Teilnahme mehr als zufrieden, der 14. Platz bei so einem hohen Niveau ist auch nicht selbstverständlich!“
 
Patrick Bitzinger und Benjamin Wangel



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